Der Wissenschaftspreis in der Kinder und Jugendmedizin der Berner Stiftung

Die Berner Stiftung vergibt 2019 zum dritten Mal ihren Wissenschaftspreis in der Kinder und Jugendmedizin

Der diesjährige Preis geht an die Kinder- und Jugend-Gynäkologin Dr. med. Ivonne Bedei für ihr Engagement zur Verbesserung von Diagnose und Therapie beim Turner-Syndrom. Zusammen mit den Betroffenenverbänden versucht sie die Grundlage einer deutlich verbesserten Lebensqualität zu schaffen. Die Preisverleihung fand am 24.10.2019 im Saal der Gästehäuser der Goethe-Universität statt. Laudator war Prof. Dr. Dr. Werner Kramer, ehemals Leiter Forschung und Entwicklung Sanofi S.A.

Beitrag im Deutschen Ärzteblatt vom 24.10.2019

was ist das Turner-Syndrom? Turnersyndrom Vereinigung e.V.


Wissenschaftspreis 2016


Der Wissenschaftspreis wird in unregelmäßigen Abständen vergeben. 2016 erhielt das Forschungsteam von Prof. Dr. Simone Fulda den Wissenschaftspreis als IzS-Sonderpreis in Zusammenarbeit mit der Ingrid zu Solms Stiftung.

Simone Fulda ist Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Frankfurt. Etwa zwanzig junge Mitarbeiterinnen und zwei Männer gehören zum Team. Es wurde 2010 gegründet und gehört zum universitären Zentrum für Tumorerkrankungen. Gleichzeitig mit der Gründung des Instituts wurde der erste Lehrstuhl an einer deutschen Universität eingerichtet, der speziell in Sachen Kinderkrebs forscht, und zwar an der Schnittstelle von zell- und molekularbiologischen Grundlagen und klinischer Umsetzung. Ziel der Forschungsarbeiten ist, das normale Selbstmordprogramm der Krebszellen wieder in Gang zu setzen und herauszufinden, warum es in den entarteten Zellen nicht wie vorgesehen funktioniert. Nicht in allen Krebszellen kann eine Chemo-Therapie den Zelltod bewirken. Das Institut arbeitet eng mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zusammen. Eine Frankfurter Pionierarbeit: Damit noch mehr krebskranke Kinder eine Chance haben.

Simone Fulda, auch Direktorin der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder, wurde vielfach ausgezeichnet und in nationale und internationale Wissenschaftsgremien berufen, so auch in den Deutschen Wissenschaftsrat, der die Bundesregierung und die Regierungen der Länder im Bereich Hochschulen, Wissenschaft und Forschung inhaltlich und strukturell berät.

Simone Fulda mit ihrem Team




Wissenschaftspreis 2011


Der erstmals vergebene IzS-Sonderpreis im Namen der Berner Stiftung ging an die Frankfurter Krebsforscherin Simone Fulda, Direktorin des damals neu gegründeten Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main. Das Institut mit inzwischen über 20 Mitarbeitern arbeitet in der Kinderkrebsforschung und erforscht inwieweit natürliche Abstoßungsmechanismen innerhalb von Zellen gezielt zur Tumorbekämpfung vor allem bei Kindern eingesetzt werden kann. Rede von Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels zur Preisverleihung am 10. 09. 2011
Bei diesem Preis kooperiert die Dr. Wolfgang und Sigrid Berner Stiftung erstmals mit der Ingrid zu Solms-Stiftung.
Dr. Olaf Henss (Berner-Stiftung), Dr. Simone Fulda und Dr. Ingrid Gräfin zu Solms

Am 5. November 2011 wurde in der Alten Aula der Johann Wolfgang Goethe Universität der IzS Wissenschaftspreis für Medizin und der IzS Naturwissenschaftspreis 2011 an besonders fähige Nachwuchswissenschaftlerinnen überreicht. Diese von der Ingrid zu Solms Stiftung (IzS) ausgelobten Preise für Frauen, die in Medizin oder Naturwissenschaften arbeiten, werden alle zwei Jahre vergeben und sind mit 10.000 (Medizin) und 3.000 Euro (Naturwissenschaften) dotiert.

Verleihung der IzS Wissenschaftspreise

Preisverleihung:Walter Rau (Berner Stiftung), Cynthia Sharma, Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels, Harald zur Hausen, Katharina Domschke
(© Berner Stiftung)

Der besonders starke Andrang zu diesem Festakt war wohl dem Festredner zu verdanken: Den Festvortrag hielt Harald zur Hausen, der den Medizin-Nobelpreis 2008 für seine Entdeckung erhielt, dass Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion entsteht.